In einem altehrwürdigen Erlanger Stadthaus war das Bad zwar renoviert, jedoch in klassischem altbackenem Standard.
In dem Appartement lebt die Tochter unserer Kundin, die in der Schweiz lebt und arbeitet. Die Tochter, zum jobben im Ausland unterwegs, sollte pünktlich zu ihrer Rückkehr mit einem wohnlichen, stilvollen Bad überrascht werden.
Bedingung der Mutter (die übrigens selbst Architektin ist) war, dass der Abstellraum dem Bad zugeschlagen werden und auch die Waschmaschine beinhalten soll. Vorgabe war zudem, dass trotz klarer Linien wohlige Atmosphäre vorherrschen soll. Die Dusche sollte trotz minimalem Platzangebot einer Badewanne weichen, ohne dass dise den Raum dominiert. Der Waschplatz sollte besonders sein, eben einfach ganz anders. Wechselnde Accessoires sollten Platz finden, und Stauraum für die Dinge, die im Alltag eben verfügbar sein sollen.
Der Einbau einer Wandscheibe, der sogenannten "fünften Wand im Bad" sorgt für eine klare Trennung des Dusch- und Wannenbereiches vom WC. Zudem dient er als bühnengleicher Hintergrund für die Waschschale mit Wandarmatur, Spiegel und Beleuchtung. Halogenleuchten bringen viel Licht in den fensterlosen Raum.
Der Formatwechsel bei den Fliesen hinter dem Waschbecken (Stabmosaik) setzt Akzente für das Auge in einem Bad, das mit wenigen Materialien und Farben auskommt. Ansonsten sind nur die nötigsten Flächen gefliest, der restliche Raum ist in weiß gehalten.
Die Verlängerung der Waschtischplatte, die zu schweben scheint, dient als Sitzbank vor der Wanne und vor allem als Ablagefläche – jedoch vergrößert sie den Waschplatz optisch und setzt einen ganz besonderen Akzent. Der offene, jedoch trotzdem abgegrenzte Abstellraum beherbergt die Waschmaschine und bietet zusätzlichen Stauraum.
Umbaukosten ca. EUR 17.500.-
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